Die Länder und Hauptstädte SüdamerikasDie Staaten von Südamerika im Überblick von Nord nach Süd
Zu Südamerika werden alle Länder gezählt, die südlich und westlich von Panama auf dem amerikanischen Kontinent liegen, insgesamt zwölf unabhängige Staaten.
Anden, Amazonas, Atacamawüste – Nicht nur Naturschönheiten machen die Magie des südamerikanischen Kontinents aus. Auch kulturell und wirtschaftlich gibt es zwischen Kolumbien und Feuerland eine Menge zu staunen. Das nördlichste Land Südamerikas - KolumbienDie Republik Kolumbien (spanisch „Colombia“) mit 44,5 Millionen Einwohnern grenzt im Westen an die panamenische Provinz Darién, im Osten an Venezuela, im Süden an Brasilien, Peru und Ecuador. Die 3.200 Kilometer Küstenlinie teilt sich in ähnlichen Teilen auf zwischen dem Pazifik und dem Karibischen Meer. In der Hauptstadt Bogotá leben 7,5 Millionen Menschen, sie ist die größte Stadt des Landes. Kolumbien ist nach Christoph Kolumbus (spanisch „Cristobal Colón“) benannt worden. Bedingt durch große Anteile am tropischen Regenwald und verschiedenste Klima- und Vegetationszonen gehört es zu den artenreichsten Ländern der Welt. Ölstaat VenezuelaDie Bolivarische Republik Venezuela (spanisch „República Bolivaria de Venezuela“) mit 27 Millionen Einwohnern grenzt im Westen an Kolumbien, im Norden an das Karibische Meer, außerdem an Brasilien und Guyana. 5,5 Millionen Menschen leben in der Hauptstadt Caracas. Vor allem für seine reiche Natur ist das Land bekannt, das immer mehr von Ökotouristen entdeckt wird. Erdöl ist mit Abstand das wichtigste Exportgut von Venezuela. Englisch in Südamerika - GuyanaDie kleine Kooperative Republik Guyana liegt östlich von Venezuela am Karibischen Meer. Von den lediglich 736.000 Einwohnern bevölkern gut 248.000 die Hauptstadt Georgetown. Fast die Hälfte der Bewohner sind indischer Herkunft, weitere 35 Prozent haben afrokaribische Vorfahren. Landessprache ist Englisch, das mit einem kreolischen Dialekt gebraucht wird. Neben dem Britischen Überseedepartment der Falklandinseln ist es damit die einzige englischsprachige Region Südamerikas. Kleinstes Land Südamerikas - SurinameMit 164.000 Quadratkilometern Fläche ist die Republik Suriname der kleinste unabhängige Staat Südamerikas. Es entstand aus einer holländischen Kolonie. Noch heute ist die Amtssprache Niederländisch, das einzige Überbleibsel holländischer Kolonisierungsversuche in Südamerika. Knapp die Hälfte der annähernd 500.000 Einwohner lebt in der Hauptstadt Paramaribo. Im Osten grenzt Suriname an Französisch-Guyana, ein französisches Überseedepartment. Land der Galapagosinseln - EcuadorIm Nordwesten Südamerikas liegt der Äquatorstaat Ecuador (spanisch: „República de Ecuador“). Die Republik mit 13,9 Millionen Einwohnern grenzt an Kolumbien, Peru und den Pazifik. In der Hauptstadt Quito sind gut 2,7 Millionen Menschen zu Hause. Gesprochen wird in der Mehrheit Spanisch, doch auch indianische Sprachen wie Quechua haben überlebt. Zu Ecuador gehören Teile der Anden und außerdem die 972 Kilometer weit entfernt im Pazifik gelegenen Galapagosinseln. Inka-Land PeruDie Republik Peru (spanisch: „República de Perú), berühmt vor allem für die Schönheit der Anden und die gut erhaltene Inkastätte Machu Picchu, eines der Highlights von Peru, liegt im Nordwesten Südamerikas am Pazifik. 29,2 Millionen Menschen leben hier, davon knapp 8,3 Millionen in der Hauptstadt Lima. Amtssprache ist Spanisch. Fast die Hälfte der Bevölkerung besteht aus Nachfahren der einstigen indigenen Bevölkerung. Zu Peru gehört ein Teil des Titicaca-Sees, des größten Sees von Südamerika. Der östliche Teil gehört zu Bolivien. Größtes Land Südamerikas - BrasilienDas größte Land Südamerikas erstreckt sich über die gewaltige Fläche von 8,5 Millionen Quadratkilometern und nimmt damit allein 47 Prozent des Kontinents ein. Auch auf die Bevölkerung bezogen ist Brasilien (portugiesisch: „República Federativa do Brasil“) der fünftgrößte Staat der Erde, 192 Millionen Menschen leben hier. Die Hauptstadt Brasília ist mit 450.000 Einwohnern verhältnismäßig klein, im Einzugsgebiet leben knapp 2,2 Millionen Menschen, um São Paolo, dem mit Abstand bevölkerungsreichsten Großraum dagegen über 20 Millionen. Amtssprache in Brasilien ist Portugiesisch in einer typischen Variante. Durch Brasilien fließt der Amazonas, der wasserreichste und nach dem Nil zweitlängste Strom der Erde mit 6.448 Kilometern Länge. Binnenstaat BolivienMehr als die Hälfte der 10 Millionen Einwohner Boliviens (spanisch: „Estado Plurinacional de Bolivia“) sind Nachfahren der indianischen Ureinwohner, verbreitet wird neben der Amtssprache Spanisch Quechua und Aymara sowie andere indigene Dialekte gesprochen. 250.000 Menschen leben in der Hauptstadt Sucre, Regierungssitz ist allerdings La Paz mit 900.000 Einwohnern. Bolivien grenzt an keinen Ozean und ist damit einer der beiden Binnenstaaten Südamerikas neben Paraguay. Allerdings gehört zu Bolivien der östliche Teil des Titicacasees. Paraguay - Land der Guaraní6,5 Millionen Menschen leben in Paraguay (spanisch: „República de Paraguay“), eine Million in der Hauptstadt Asunción. Zu 90 Prozent sind die Einwohner des zweiten südamerikanischen Binnenstaates neben Bolivien spanisch-indigener Abstammung, sie sprechen Spanisch und Guaraní. Paraguay ist außerdem ein beliebtes Ziel deutscher Auswanderer. Chile - Heimat der AtacamaDie lang gezogene Form der Republik Chile (spanisch: „República de Chile“) im Westen Südamerikas ist vielen vertraut. Hier leben 16,6 Millionen Menschen, davon 5,4 Millionen in der Hauptstadt Santiago. Amtssprache ist Spanisch. Chile grenzt an Peru, Bolivien, Argentinien sowie an den Pazifik. Unter anderem gehört auch die im Ozean gelegene Osterinsel (spanisch „Isla de Pascua“) mit ihren berühmten Steinskulpturen zu Chile. Im Norden des Landes liegt die Atacamawüste im Regenschatten der Anden. Landwirtschaftsstaat UruguayIn Uruguay (spanisch: „República Oriental de Uruguay“), das an Argentinien, Brasilien und den Atlantischen Ozean grenzt, leben knapp 3,2 Millionen Menschen. Die Hauptstadt Montevideo hat gut 1,3 Millionen Einwohner, Amtssprache ist Spanisch. Uruguay ist der kleinste spanischsprachige Staat Südamerikas. Das Land hat sich mit Landwirtschaft und Viehzucht einen passablen Wohlstand erarbeitet. Kulturstaat ArgentinienIm zweitgrößten Land Südamerikas leben knapp 40 Millionen Einwohner. 2,77 Millionen bevölkern die Hauptstadt Buenos Aires. Sie gilt als kulturelles Zentrum Südamerikas. Unter anderem der Tango hat hier seinen Ursprung, der 2009 von der UNCESCO als Weltkulturerbe aufgenommen wurde. Amtssprache in Argentinien (spanisch: „República Argentina“) ist Spanisch. Im Norden des Landes an der Grenze zu Brasilien liegen die gigantischen Iguazú-Wasserfälle. In Argentinien liegt außerdem der höchste Berg der Anden und damit Südamerikas – der Aconcagua mit 6.962 Metern Höhe. Mit Chile teilt sich Argentinien Feuerland, die Inselgruppe an der Südspitze Südamerikas. Lesen Sie auch die Länder und Hauptstädte Mittelamerikas sowie die Ozeane der Erde im Überblick. Quellen und Links
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